in-cosmetics Asia unterscheidet sich von den meisten großen Beauty-Messen dadurch, dass hier nicht fertige Marken im Mittelpunkt stehen, sondern das, woraus und wie ein Kosmetikprodukt entsteht. An einem Ort treffen Anbieter aktiver und funktionaler Inhaltsstoffe, Duftkompositionen, Laborausstattung, Test- und Regulierungslösungen sowie Kosmetikchemiker, Formulierer und R&D-Teams aufeinander.
Die Veranstalter kündigen mehr als 700 internationale Anbieter und über 4.000 Inhaltsstoffe an. Das ermöglicht es, nicht nur Marketingkonzepte zu vergleichen, sondern konkrete INCI, Wirkmechanismen, Konzentrationen, Texturen, die Evidenzbasis und die Einsatzmöglichkeiten von Rohstoffen in künftigen Formulierungen.
Eine der praxisnahesten Zonen wird die Innovation Zone sein, in der mehr als 120 neue Inhaltsstoffe präsentiert werden, die kurz vor der Messe oder eigens für sie auf den Markt gebracht wurden. Ein Teil der Lösungen kann bereits in fertigen Formulierungen bewertet werden – noch vor den Gesprächen mit dem Lieferanten lassen sich Textur, Hautgefühl und potenzielle Anwendungsmöglichkeiten beurteilen.
Von neuen Rohstoffen zur fertigen Formulierung
Das Bildungsprogramm ist so aufgebaut, dass die verschiedenen Phasen der Produktentwicklung nicht isoliert voneinander betrachtet werden. Die Technical Seminars geben Anbietern die Möglichkeit, neue Inhaltsstoffe zusammen mit Daten zu präsentieren, die ihre Eigenschaften belegen, und das Formulation Lab erlaubt es R&D-Fachleuten, in einem praxisnahen Laborformat mit Formulierungen zu arbeiten.
Eine zusätzliche wissenschaftliche Ebene bietet die Cosmetic Conference, die in-cosmetics Asia gemeinsam mit der IFSCC veranstaltet. Im Programm angekündigt sind Themen von KI und modernen Methoden der Hautforschung bis hin zu Skincare, Haircare und Well-Ageing. Parallel dazu hilft Marketing Trends & Regulations, die andere Seite der Produktentwicklung zu verstehen – Veränderungen der Verbrauchernachfrage, K-Beauty und C-Beauty, Sustainability, regulatorische Fragen und Trends des asiatischen Marktes.
Für die Suche nach konkreten Lösungen werden außerdem die Fragrance Zone & Scent Bar, Spotlight On und weitere spezialisierte Bereiche zur Verfügung stehen. Dort lassen sich Duftkomponenten, fertige Prototypen und Formulierungskonzepte bewerten, um anschließend in ein gezieltes Gespräch mit dem Rohstoffhersteller einzusteigen.
Fachpreise ergänzen dieses Format: Sie heben neue aktive und funktionale Inhaltsstoffe, innovative Formulierungen und Unternehmen hervor, die bemerkenswerte technologische Lösungen anbieten. Für ein R&D-Team ist das eine der Möglichkeiten, sich in der großen Zahl an Neuheiten schneller zurechtzufinden.
Für wen die Messe nützlich ist
- für Kosmetikchemiker und Formulierer;
- für R&D-Teams von Kosmetikunternehmen;
- für Hersteller von Kosmetik und Personal Care;
- für Marken, die eigene Formulierungen entwickeln;
- für Lieferanten und Distributoren kosmetischer Rohstoffe;
- für Unternehmen, die mit Lohnfertigung arbeiten;
- für Fachleute aus den Bereichen Testing, Sicherheit und Regulatory Affairs;
- für Entwickler neuer Technologien für die Kosmetikindustrie.
Aufgrund der großen Zahl paralleler Seminare, Laborsessions und spezialisierter Zonen lohnt es sich, vor dem Besuch nicht nur interessante Anbieter auszuwählen, sondern auch konkrete Aufgaben festzulegen: die Suche nach einem aktiven Inhaltsstoff, einer neuen Textur, einem Delivery-System, einer Duftkomposition, einer Testlösung oder einer Formulierungsidee.